Samstag, 22. Juli 2017

Konzerte Restprogramm 2017

Ein kunterbunter Mix:

OMD
Lady Gaga
Yello
Carolin Kebekus
Midge Ure (mit Band)
White Lies

Robbie Williams mit Erasure hatte ich abgesagt, da an dem Tag mehrere wichtige Geburtstage waren. Außerdem war ich ja so von Depeche Mode genervt, daß ich keinen Bock mehr auf Commerzbank Arena hatte.

Eventuell versuche ich noch Tickets für Depeche Mode in der Halle zu bekommen. bis jetzt konnte ich mich aber noch nicht dazu durchringen...

Kalabrien 2.0

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich nicht zum letzten Mal in Kalabrien war. Dass es allerdings so schnell gehen würde, hätte ich nicht gedacht. Ich fahre bereits im Oktober nochmal hin. Sogar ins gleiche Hotel (dieses mal aber ins Haupthaus). 

Meine Reisebegleitung ist aber eine andere. Dieses Mal sogar 2 Begleitungen um genau zu sein. Die eine ist eine ähnlich alte Freundin wie meine letzte Begleitung. Die Zweite ist ihre zwölfjährige Tochter, die vor Ort Deizehn wird. Beide waren von meinen Bildern und Berichten so angetan, daß Sie direkt hinfahren wollten. Das Schöne ist, daß die beiden deutlich Unternehmungslustiger sind als gewisse andere Damen. So ist die Bootstour zu den Vulkaninseln schon fest eingeplant. Ebenso diverse andere Ausflüge, die mir etwas fehlten. Allerdings wird mir der leckere Fisch fehlen, denn die Mädels mögen keinen Fisch. Dann muss halt Pizza und Pasta herhalten. Gabs ja auch tolle Angebote.

Ein sehr spannendes Thema wird es sein, wie das Wetter im Oktober ist. Laut Frau Google ist es dort durchschnittlich 22°. Ein bisserl mehr hätte ich ja schon ganz gerne. Ich habe ja auch mittlerweile festgestellt, daß ich doch mal eher in den Süden auswandern will, als nach Schottland oder Irland. Ich finde es schon toll mit kurzen Hosen und FlipFlops rumzulaufen und auch ins Meer reingehen zu können. Das habe ich sowohl auf Malle, als auch in Italien festgestellt...

Samstag, 1. Juli 2017

Kalabrien 2017

Urlaubstechnisch gesehen habe ich seit letztem Jahr einen Lauf. Nach Teneriffa, Segeln in Schottland und Malle war das jetzt bereits mein vierter Urlaub seit Anfang 2016. UND: alle 4 Urlaube waren mit Begleitung! Dieser mit einer sehr, sehr alten und guten Freundin. Um genau zu sein, sogar eine Ex-Freundin von mir (auch wenn es schon 30 Jahre her ist). Da sie hier mit liest, werde ich diesen Aspekt hier allerdings vernachlässigen.

Nachdem sie nicht nach Spanien oder Griechenland wollte und ich keine Lust auf Kroatien hatte, schlug ich als möglichst südlichen Kompromiss Kalabrien vor. Nach Süd-Italien wollte ich schon immer mal. Dabei schwebten mir authentische Bergdörfer, Tomaten-Plantagen bis zum Abwinken, Strände ohne Hotelbunker, alte Italiener auf Bänken vor ihrem Haus, Pizza, Pasta und Fisch, schmale Straßen, bunte Märkte und authentische Cafés mit tollem Kaffee vor. Wenn man jetzt die Tomaten durch rote Zwiebeln und die Alten auf den Bänken durch Irre auf den Straßen ersetzt, war es genau so.

Unser Hotel war für den Preis sehr schön und das Personal super freundlich. Ich sehe zwar Optimierungspotenzial beim Bad und beim Frühstück, aber dafür war der Pool der Hammer. Auch die Größe des Anwesens (ca.35 Zimmer) war angenehm. Die Gäste waren größtenteils deutschsprachig oder Italiener. Allesamt auch unauffällig und angenehm. Bis auf eine österreichische Familie, die am 4. Tag ankam und das Costa Azurra in Capo Vaticano mit irgendeinem türkischen All-In verwechselte, wo sie wahrscheinlich bisher ihrennUrlaub verbrachten...



Das Autofahren war selbst für mich sehr anstrengend. Das lag an den gigantischen Schlaglöchern auf den Straßen und in den Hirnen der italienischen Autofahrer. Wer in Deutschland in der Stadt wirklich immer 50 fährt, sollte in Kalabrien besser Bus fahren. 

Nachdem wir an den ersten Tagen noch gemeinsam die nähere Umgebung mit dem Auto erkundeden, zog ich am vierten Tag bereits alleine los, um in die Berge zu fahren. Danach war ich dann auch durch mit dem Auto, obwohl ich gerne noch mehr gesehen hätte.








Ansonsten gibt es noch 4 Dinge hervorzuheben: das hervorragende Essen, das tolle Wetter, die tollen Strände und die freundlichen Menschen überall. 

Wahrscheinlich spielte es eine große Rolle, dass wir in der Vorsaison da waren. Es war alles sehr entspannt und nichts war sonderlich überlaufen. Kann sein, dass das in der Hauptsaison anders ist.

Beim Essen muss man sagen, dass es hervorragenden Fisch gibt, der auch noch relativ oft aus den heimischen Gewässern stammt. Aber auch Pizza haben wir sehr gut gegessen. Bier und Wein waren auch großartig und selbst die Cola Zero war grundsätzlich so kalt, wie ich sie mir immer wünsche, aber sonst nirgendwo bekomme.



Fazit: In Kalabrien war ich garantiert nicht das letzte Mal. Es war sehr entspannend und bis auf ein paar Interferenzen zwischen den Urlaubern war es wunderschön. Aber nichts, was einem weiteren gemeinsamen Urlaub im Weg stehen würde... ;-)

Samstag, 24. Juni 2017

Konzert 2017.06: Depeche Mode

20.6.2017, Commerzbankarena, Frankfurt
Support: Algiers

Was soll ich sagen. Depeche Mode haben bei mir immernoch den Bonus der "goldenen Jahre" bis Dave 1994 mit seinem Drogendreck alles kaputt gemacht hat und Alan Wilder zum Ausstieg getrieben hat. Seit dem finde ich Depeche Mode nur noch ganz nett und teilweise sogar nervig. Vor allem, wenn sie ihre Liebe zum Blues entdecken...

DM ist nun in dem Dilemma, daß der Hype um sie mittlerweile so groß ist, daß sie nur noch in Stadien oder sehr großen Hallen spielen können. Diese Locations erfordern aber eine gewisse Performance auf der Bühne, die mit Electro-Blues für mittelmäßige Musiker nur bedingt umsetzbar ist. Also müssen 3 Joker verwendet werden:
1. Mitgröhl-Hits einstreuen
2. Dave als Frontmann muss begeistern
3. Bühnenshow mit Licht und Video

Problem 1: Die Mitgröhl-Hits machen vor allem Dave offensichtlich keinen Spaß mehr. Er ist zusehens gelangweilt, singt die Refrains - wenn überhaupt - nur halbherzig mit und hält lieber unmotiviert das Micro ins Publikum. Alternativ werden die Hits "modernisiert", was ich fast noch schlimmer finde, denn das bedeutet mehr Drums, mehr Geschrammel, weniger Synths und Melodien.

Problem 2: Dave als Frontmann ist halt auch nicht mehr der Jüngste. Seine Moves, die seit den späten 80ern unverändert sind, wirken langsam peinlich. Bei diesem konkreten Konzert kam er mir vor wie eine alternde Leder-Transe im Ballet-Anfänger-Kurs von der Tanzschule Bäulke. Bei Mädels funktioniert das vielleicht teilweise noch, aber ich kann ihn nicht mehr ernst nehmen.

Problem 3: Die Videos von Anton Corbijn waren in den letzten Jahren immer mal wieder sehr stylisch und haben den visuellen Stil der Band sehr geprägt. Dieses Mal gab es sehr wenige Videos und diese waren auch eher langweilig. Meistens wurden Dave und Martin in Nahaufnahme gezeigt. Einerseits im Stadion sinnvoll, andererseits sind die beiden alten Männer aus der Nähe nicht sehr vorteilhaft. Lightshow war eigentlich kaum vorhanden. Im Vergleich zu anderen Konzerten in ähnlicher Preiskategorie, fragt man sich, was die Ticketpreise rechtfertigt...

Der schlechte Sound in der Arena, die Menschenmengen und die Hitze taten ihr übriges. Mich hat das Konzert größtenteils sehr gelangweilt.

Die neuen Songs, deren Auswahl eigentlich nicht schlecht war, habe ich live kaum wieder erkannt. Irgendwie habe ich nur Drums und ein Grundgeschrammel wahrgenommen. Vielleicht liegts aber auch am Alter und mein Gehör versagt bei gewissen Frequenzen. Stimmung kam da im Stadion allerdings nicht wirklich auf. Erst bei "In your room" und vor allem bei "World in my eyes" änderte sich das. Auch Martins Akustik-Versionen von "A question of Lust", "Home" und später noch "Somebody" waren Highlights, denn im Gegensatz zu Dave, scheint er diese alten Klassiker noch sehr gerne zu singen.

Ich will jetzt nicht jeden Track einzeln rezessieren. Wirklich gut fand ich neben den Songs von Martin nur "World in my eyes", "walking in my shoes", "Stripped" und "Everything counts". Wenn man bedenkt, daß sie immerhin 3 weitere absolute Lieblingslieder von mir gespielt haben, ist das erschreckend wenig. Aber "Enjoy the silence", "in your room" und "Never let me down again" wurden leider durch "modernisierungsmaßnahmen" zerstört. Von epileptischen Anfällen des Drummers bis hin zu Gitarren-Touret von Martin gaben sie alles um diese Meisterwerke unerträglich zu machen.

Neben meinem Hasslied "I feel you" war der negative Höhepunkt die gut gemeinte Hommage an David Bowie: Sie spielten seinen Song "Heroes". Leider auch sehr schrabbelig, matschig und schlecht gesungen. 

Eventuell wäre das Konzert in der Festhalle oder der SAP-Arena im November besser, aber ich hatte keinen Bock nochmal diesen Ticket-Stress und den hohen Preis mitzumachen. Vielleicht bekomme ich zufällig irgendwoher doch noch Tickets dafür, aber im Moment reizt es mich nur bedingt...

Ach ja, die Vorgruppe "Algiers" fand ich nicht schlecht. Hat mich teilweise an frühere Depeche Mode aus den frühen 90ern erinnert...







Konzert 2017.05: Alan Parsons Project

16.5.2017, Alte Oper, Frankfurt

Alan Parson ist für mich ein Held meiner Kindheit. Mein großer Bruder hörte Platten von ihm und ich war von "The Raven" oder "Lucifer" ähnlich begeistert wie von Kraftwerk, Supertramp, Jean-Michel Jarre oder Pink Floyd. Mittlerweile war mir zwar längst klar, daß Alan Parson in dieser illustren Runde mit Abstand das durchwachsendste Gesamtwerk abgeliefert hat, aber aus nostalgischen Gründen wollte ich das sehr gerne sehen.

Nun zum Konzert. Außer "Lucifer" in stark gekürzter Version und "Doctor Tarr and Professor Feather", war der Schwerpunkt auf dem kompletten Album "I Robot". Das war zwar damals relativ innovativ, aber heute verursacht es eher Gähnen. Als Bonus gabs dann die "Hits", die ja eher im Bereich Softrock einzuordnen sind. Die waren teilweise nett zu hören, aber haben mich auch nicht aus den Socken gehauen. Vor allem, weil die verschiedenen Sänger keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnten...

Eine weitere Enttäuschung waren Sound, Light und Musiker. Ich hatte Herrn Parsons als Perfektionisten eingeschätzt. Offensichtlich habe ich mich da getäuscht. Die Musiker waren Durchschnitt, der Sound unausgewogen und die Tatsache, daß ich kein einziges Foto gemacht habe spricht Bände in Bezug auf die Bühnenshow.

Insgesamt ein nettes Konzert. Aber ihr wißt ja, wessen kleine Schwester nett ist....





Samstag, 6. Mai 2017

Konzert 2017.04: Claire

27.4.2017, Zoom, Frankfurt
Support: Nihils

Claire sind aktuell in meinen Augen der einzige international konkurrenzfähige deutsche alternative Electropop-Act. Sängerin Josi hat nicht nur eine tolle Stimme und singt live perfekt, sondern sie sieht auch toll aus und hat eine beeindruckende Bühnen-Präsenz. Außerdem muss erwähnt werden, dass die fünfköpfige Band den Electropop-Sound live perfekt umsetzt. Auf der Bühne stehen dutzende Synthies rum und auch die Drums werden größtenteils elektronisch gespielt. 

An sich war alles perfekt. Wäre da nicht das enttäuschende zweite Album, dass leider im Mittelpunkt der Tour steht. Ich bedaure zutiefst, dass ich die Tour zum genialen Debütalbum "The great escape" verpasst habe.

 
    
 
 
 
 
 

 
 

Achja, die Vorgruppe Nihils aus Österreich war auch sehr gut. Irgendwie eine Mischung aus XX und the Cure...
 

Konzert 2017.03: Austra

18.3.2017, Gloria Theater, Köln

Austra kommen aus Kanada und sind mittlerweile ein Aushängeschild der Lesben-Szene. Allen voran, Sängerin Katie Stelmanis. Elektronische Musik gilt im großen und ganzen als Männerdomäne, aber spätestens seit Drummerin Maya Postepski ihr Solo-Projekt "Princess Century" startete, wurde mir bewusst, dass Austra etwas besonderes ist. Der analoge, düstere Sound des ersten Albums ist genial und auch auf den beiden Folge-Alben befinden sich echte Perlen. 

Leider fehlten auf der Setlist fast alle meiner Lieblings-Titel. Dadurch fand ich das Konzert zwar sehr gut, aber auch nicht mehr. Allerdings war Sängerin Katie sehr überzeugend.